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02.04.2019 "Was sind die Prioritäten von Rot-Rot-Grün?"

Diese Frage stellte der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in seiner Mitgliederinformation vom 21.03.2019 voran, als es um die Verteilung der Haushaltsüberschüsse an die einzelnen Ressorts ging.

Danach werden von einem Überschuss von rund 2 Milliarden Euro knapp 800 Millionen Euro freigegeben. Rund 5 Millionen, also knapp 1 %,  fließen an die Polizei.

Der Landesvorsitzende Daniel Kretzschmar wird danach deutlich:

Das wenige Geld wird in den Ausbau der Einsatztrainingszentren gesteckt, wo aber dem Vernehmen nach deutlich mehr für die Fertigstellung benötigt wird. Dass also Polizisten mit ihrer Waffe umgehen können oder auch bei körperlichem Einschreiten möglichst handlungssicher sind, scheint dem Senat nicht so wichtig zu sein.

Und das, nachdem Polizistinnen und Polizisten in den letzten Jahren teilweise ohne Training an der scharfen Schusswaffe auskommen mussten. Gleichzeitig sollen sie aber jederzeit zu sofortiger Intervention bei Terror- oder Amoklagen fähig sein und dabei rechtssicher handeln können.

Parallel plant der Senat 7,3 Mio Euro für die sogenannte „Resozialisierung durch Digitalisierung“ im Bereich des Justizvollzugs ein, wo Tablets angeschafft und WLAN-Strukturen ausgebaut werden sollen. Das passt alles hinten und vorn nicht zusammen!

Auch bei den dringend notwendigen Gebäudesanierungen oder zum geplanten Anti-Terror-Zentrum in der Ringbahnstraße finden sich keine Mittel für die Polizei, obwohl diese dringend erforderlich wären. Was wir zu den Planungen für den Doppelhaushalt 2020/ 2021 hören, stimmt auch nicht gerade optimistisch.

Wir können als BDK nur mahnen: die strukturellen Defizite bei der Polizei nicht entschlossener anzugehen und sie für die Zukunft schlagkräftig aufzustellen, ist ein Fehler! Da helfen Trostpflaster wie mobile Wachen oder Tablets nicht weiter – es fehlt an den Basics. Wir fordern das Berliner Parlament daher auf, die Vorschläge des Senats spätestens im Hauptausschuss zu korrigieren!"

B.I.S.S. e.V. möchte diesen Beitrag an dieser Stelle in eigener Sache gerne mit einer Frage  ergänzen, die im Hinblick auf unser Engagement angebracht erscheint:

Hat der Berliner Senat aus den Fehlern der Vergangenheit nicht gelernt, als ausbleibende Modernisierungen von Schießständen und die Beschaffung hochwertiger, schadstoffarmer Munition zum größten Polizeiskandal Berlins geführt haben und Tausende Dienstkräfte erheblichen Schadstoffbelastungen ausgesetzt waren und zum Teil tödlich erkrankten? 

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